Meldung: Glocke
30 Jahre Ingenieurversorgung

Eine verlässliche Altersvorsorge für Ingenieurinnen und Ingenieure aus Bremen

Die länderübergreifende Ingenieurversorgung Mecklenburg-Vorpommern feiert Jubiläum

Schwerin und Bremen, Dezember 2025

Die Ingenieurversorgung Mecklenburg-Vorpommern feiert ihr 30-jähriges Bestehen – ein bedeutender Meilenstein für die berufsständische Versorgung für Ingenieurinnen und Ingenieure – auch aus Bremen. 

Die Erfolgsgeschichte begann am 13. Dezember 1995, als das Versorgungswerk der Ingenieure als Einrichtung der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern gegründet wurde – mit dem klaren Ziel, eine bedarfsgerechte und leistungsfähige Altersvorsorge für diese Berufsgruppe zu schaffen. Bereits 1997 schloss sich die Ingenieurkammer der Freien Hansestadt Bremen an, 2002 folgte die Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt. Damit entwickelte sich das Versorgungswerk früh zu einer länderübergreifenden Gemeinschaft.

Als berufsständisches Versorgungswerk ist die Ingenieurversorgung Teil der sogenannten ersten Säule des Altersversorgungssystems. Sie wurde speziell für die Mitglieder der Ingenieurkammern entwickelt und stellt deren Pflichtversorgung sicher. Damit trägt sie wesentlich dazu bei, dass Ingenieurinnen und Ingenieure ihre finanzielle Zukunft gut planen und auf eine verlässliche, individuell abgestimmte Altersvorsorge bauen können.

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat die Ingenieurversorgung ihre Strukturen kontinuierlich modernisiert und weiter professionalisiert. Schwerpunkte der Entwicklung waren:

  • Nachhaltige und sichere Kapitalanlage zur stabilen Abdeckung langfristiger Verpflichtungen
  • Selbstverwaltung und Autonomie: Entscheidungen werden durch gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Berufsangehörigen getroffen. Damit behalten die Mitglieder direkten Einfluss auf die Ausgestaltung ihrer Versorgung.
  • Demografische Unabhängigkeit: Das kapitalgedeckte Modell schützt vor den Herausforderungen des demografischen Wandels, denen die DRV im umlagefinanzierten System zunehmend ausgesetzt ist.
  • Betreuung von 1.203 Teilnehmer, 446 Leistungsempfängern bei einem Vermögen von 336 Mio. € (Stand 31.12.2024).
  • Ausbau der Geschäftsstelle auf inzwischen sechs Mitarbeitende, um die steigenden administrativen Anforderungen effizient zu erfüllen und den Mitgliedern einen verlässlichen Service zu bieten.

Die Ingenieurversorgung Mecklenburg-Vorpommern arbeitet seit ihrer Gründung nach einem klaren Grundsatz: Verlässlichkeit durch Eigenverantwortung, Sicherheit durch Kapitaldeckung. Das Versorgungssystem ist zu 100 % kapitalgedeckt und funktioniert nach dem Kapital-Deckungsverfahren. Es bildet eine Solidargemeinschaft, in der die Mitglieder gemeinsam Verantwortung für eine stabile, generationengerechte Altersversorgung übernehmen. 

„Mit über 420 Teilnehmenden aus Bremen machen wir mittlerweile ein gutes Drittel des Versorgungswerks aus“, so kommentiert Torsten Sasse, Beratender Ingenieur und Präsident der Ingenieurkammer Bremen, das Jubiläum. „Gerade für junge Berufsträgerinnen und Berufsträger ist der Zugang zum Versorgungswerk interessant, weil damit die Zugehörigkeit zu einem spannenden, Freien Berufs manifestiert wird und der Gedanke der Selbstverwaltung einer Berufsgruppe wirklich spürbar wird.“

Als Teil der berufsständischen Versorgung unterscheidet sie sich grundlegend von der Deutschen Rentenversicherung (DRV): Während die DRV auf einem umlagefinanzierten System basiert, arbeitet die Ingenieurversorgung nach dem Kapitaldeckungsverfahren – ein Prinzip, das langfristige Planungssicherheit und Stabilität ermöglicht.

Unsere Ingenieurversorgung steht seit drei Jahrzehnten für solide finanzierte Altersvorsorge und eine starke berufsständische Gemeinschaft“, sagt Frank Wagner, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses. „Wir setzen auf Kapitaldeckung, nicht auf Umlage. Das schafft eine direkte Verbindung zwischen den Beiträgen unserer Mitglieder und ihren späteren Leistungen.“

Heute – nach 30 Jahren erfolgreicher Arbeit – blickt die Ingenieurversorgung auf eine kontinuierliche Entwicklung, nachhaltige Finanzstärke und ein hohes Vertrauen ihrer Mitglieder zurück. Dieses Jubiläum ist nicht nur ein Anlass zur Feier, sondern auch ein Zeichen für die Bedeutung und Stärke berufsständischer Versorgungseinrichtungen in Deutschland.

Unser Jubiläum zeigt, wie wichtig eine eigenständige, stabile und vorausschauende Versorgung für die Ingenieurberufe ist – und bleibt“, betont Frank Wagner.

Weitere Infos: https://www.ingenieurversorgung-mv.de/